Bei Temperaturen um 0° C wird das Jungbier in den Lagertanks zur vollkommenen Reife geführt. Während der Gärung bilden sich neben Alkohol und Kohlensäure auch diverse Nebenprodukte, die Geschmack und Qualität des Bieres beeinträchtigen würden. Im Lagerkeller werden diese Stoffe abgebaut, das Bier reift zu einer optimalen Qualität heran.
Die verbleibende Hefe sorgt dafür, dass eine Nachgärung stattfindet. Das Bier wird „gespundet“ – so nennen die Brauer diese Gärung unter leichtem Überdruck, bei der sich das Bier mit gärungseigener Kohlensäure anreichert und seine Spritzigkeit erlangt. Anschließend setzen sich die Hefen am Boden ab, das Bier klärt sich.
Im Gegensatz zu manch anderer Brauerei wenden wir in Distelhausen kein Schnellgärverfahren an. Rund vier bis sechs Wochen gönnen wir dem Jungbier, damit es seine besonderen Eigenschaften optimal entfalten kann. Beim Distelhäuser Winterbock sind es sogar acht Wochen. In dieser Zeit stabilisiert sich das Bier auf natürliche Weise.




